4. Berliner Mediensucht-Konferenz 2011Hinschauen und Handeln – Hilfe für Mediensüchtige 16. - 17. September 2011 |
Als Teil der Identitätsbildung sind Medien nicht mehr wegzudenken und entsprechen in Ihrer Aufmachung und Funktionalität der Suche vieler Menschen nach Herausforderungen, dem Unbekannten und bieten dabei Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Leben. Menschen wollen sich selbst ausprobieren und erfahren sowie der Gemeinschaft nutzen.
Eine gute Medienkompetenz sowie eine „gesunde“ Haltung zu Medien können solche Identitätsbildungsprozesse fördern und unterstützen. Ist aber diese Grundlage heute und in Zukunft ausreichend oder muss der Einzelne den eigenen Umgang z. B. mit Computerspielen nicht auch differenziert reflektieren können, um der Gefahr einer problematischen und/oder exzessiven Nutzung erfolgreich begegnen zu können?
Die Vermittlung von Medienkompetenz, aber auch die Aktivitäten und Maßnahmen im Rahmen von Prävention, Beratung und Behandlung sind nicht umsonst. Für Behandlungskosten kommen in der Regel Krankenkasse, Rentenversicherung und Kommunen in Frage – in vielen Fällen erweist sich jedoch die immer noch fehlende übergreifende Diagnostik und Anerkennung von Verhaltenssuchtstörungen als problematisch.
Ähnlich wie in den Bereichen Alkohol, Tabak und auch Glücksspiel bietet die Industrie immer wieder Ihre „Hilfe“ vor allem im Rahmen von Prävention an.
Ein Vertreter von Electronic Arts begründete die Verantwortung auch der Industrie bei der Erreichung medienpädagogischer Ziele damit, dass z. B. Computerspiele wichtiger Bestandteil unserer Kultur geworden sind.
Folgende Fragen drängen sich nun auf:
Oder sitzt sie weiterhin zwischen den Stühlen?
Teilnehmer der Podiumsdiskussion:
Moderation: Alexander Schurig, rbb radioBerlin 88,8